48h Lauf in Kladno (CZ)

Eine hervorragende Leistung vollbrachte Marion Simmerl beim 48 Stunden Lauf im tschechischen Kladno!

 

Mit 153,13km absolvierte sie die längste Distanz ihrer Karriere und wurde damit Fünfte ihrer Klasse!

 

Da sie als erste Dame bei uns einen 48h Lauf absolvierte gehört nun auch der Vereinsrekord ihr!

Gratulation!

Hier ihr Bericht...

Mein erster 48h Lauf

 

Hallo alle miteinander!

Am Donnerstag begab ich mich auf die Reise nach Kladno in Tschechien auf meinen ersten 48h Lauf. Wir (meine Sohn und ich) checkten am Donnerstag Abend im Hotel ein, noch einmal in einem Bett schlafen, so das ich für den Start am Freitag um 12 Uhr mittags fit bin. Das Wetter hatte es ziemlich gut mit uns gemeint und es war am Freitag ziemlich heiß.

Vormittag ab zur Startnummern Ausgabe, wo ich schon ziemlich Spaß hatte, weil es ja mit der Sprache nicht so einfach war, doch es war Top organisiert und es fand sich schnell unter dem Veranstalterteam jemand der deutsch sprach, so wurde alles gleich ein wenig leichter. 7 Damen waren wir insgesamt am Start für die 48 h .

 

So 12 Uhr nähert sich immer schneller, man sah das die Nervosität nicht nur bei mir zum Höhepunkt kam. Dann die Durchsage das wir uns zum Start begeben sollen. Ein paar nette Worte in tschechisch und Englisch und dann wurden wir namentlich aufgerufen und wir stellten uns auf zum losstarten. Und jetzt ab, unter Applaus ging es los. Jetzt gibt es kein zurück mehr . Die Hitze war ziemlich heftig und so fingen wir alle an, unsere Runden auf der 1 km langen, zum Glück sehr schattigen Strecke zu drehen. Mir hat die Hitze gar nicht gut und ich bekam ziemlich schnell Probleme mit dem Kreislauf, also mehr trinken, mehr kühlen

und noch langsamer bewegen.

 

In der Nacht würde es wieder ein wenig besser (denn zum Glück wurde die Anlage mit einer Sprinkelanlage bewässert, was die Luft angenehmer machte) und es ging mir wieder ein wenig besser. Mitternacht beschloss ich ein wenig schlafen zu gehen und schlief tief und fest 1,5 Stunden. Zurück auf der Strecke ging es weiter. Runde um Runde, doch irgendwie war ich zu langsam und meine km Zahl stieg nicht so wie ich es mir gedacht habe. Leicht demotiviert fingen nun auch die Füße an zu Schmerzen und ich dachte ein Schuhwechsel würde helfen. Leider war das nicht der Fall, sondern machte alles schlimmer. Kurz vor 12 Uhr Mittag (wo die Starter von den 24 h schon da waren , zum Glück auch einige bekannte Gesichter)beschloss ich bei der Massage einzubiegen und danach einfach eine größere Pause im Schatten zu machen . Beine hoch und zusehen wie die anderen ihre Runden drehen. Deprimiert dachte ich darüber nach, einfach aufzugeben und zu sagen: Danke das war es! Doch kann das die Marion? Nein das kann sie nicht und so war ich 2h später wieder gehend auf der Strecke. Die aufmunternden Worte von den anderen Läufer und dem Veranstalterteam, gaben mir die Kraft zum weiter kämpfen.

 

Oh nein, jetzt fängt es an zum r egnen. Eigentlich wollte ich vorm schlafen gehen 120 km stehen haben, hab mich aber dann um 23 Uhr bei km 119 entschlossen mich ins trockene zu begeben und schlafend den Regen vorbei gehen zu lassen. 4 Uhr der Wecker läutet, auf auf Marion du schaffst das noch, waren die Worte die ich mir beim aufraffen dachte. Wieder zurück gemeldet ging ich mit Kaffee in der Hand die ersten beiden Runden. Dabei habe ich über mein persönliches Ziel nachgedacht und versuchte wieder zu laufen und es ging überraschend gut. So drehte ich jetzt vom Ehrgeiz beflügelt meine Runden. Endlich verging die Zeit schneller und die km wurden auch mehr. Dank der familiären Atmosphäre bei der Veranstaltung (Zeitmessung war nämlich mit Chip und Rundenzähler) ging es mir jetzt sehr gut. 47 Stunden waren rum wie ich meine 150 km erreichte und ich war Mega Stolz. Der Tausch von den Laufschuhen auf die Flip Flops war nun. 45 Minuten noch ging ich mit den Flopis und wir hatten Mega Spaß auf der Strecke.

 

12 Uhr nun war alles zu Ende und ich schaffte 153,134 km.

 

Die eiskalte Dusche belebte alle Sinne wieder. Die Siegerehrung war total super und es war voll genial vorne zu stehen und geehrt zu werden für den 5. Platz in meiner Altersklasse. Mit einer persönlichen Urkunde (mit einem Foto drauf) einen kleinen Geschenk und Blumen ging es auf die Heimreise.

 

Heute , einen Tag danach realisiere ich erst was ich da gemacht habe und trotz den Schmerzen ist das Glücksgefühl enorm.

 

Fazit von den 48 h Experiment: einfach überwältigend. Tolle Menschen kennengelernt . Top Veranstaltung (Organisation und Verpflegung waren total super)

 

Ich freu mich auf meinen nächsten 48h Lauf (vermutlich wieder in Kladno)

Der Schmerz vergeht .... der Stolz bleibt

Kommentar schreiben

Kommentare: 0